Magier Schiri durfte 16 Kinder zum verrückten Faschingsschachturnier begrüßen. Zu Beginn erklärte er die Regeln: Bei einem Schach- oder Damengebot musste getrötet werden. Anschließend eröffnete er die erste Runde. Nach wenigen Minuten langweilte sich der Magier, sprach einen Zauber aus und drehte das Brett. Weiß wurde zu Schwarz und Schwarz zu Weiß. Da er das so amüsant fand, wiederholte er es mehrmals.
Die zweite Runde schien normal zu laufen, doch plötzlich hatten die Figuren keine Lust mehr zu kämpfen. Sie setzten sich samt Dame neben das Brett. Der König verkrämte, kehrte auf sein angestandenes Feld zurück und trieb die Bauern mit wallendem Zorn voran.
In der dritten Runde war der König noch immer verbittert über den Verrat seiner Figuren. Er wollte nun das Spiel selbst entscheiden und als Erster den Magierturm in der Mitte erreichen, um das Spiel für sich zu entscheiden (King of the Hill).
In der vierten Runde war der Magier wütend über die gewinnsüchtigen Könige und belegte alle Figuren, Bauern und Königspaare mit einem Fluch. Sobald im Spiel eine Figur des Gegners erschien, wurden die eigenen Figuren zu Stieren, die ein rotes Tuch sahen, und stürmten direkt darauf los. Sie waren gezwungen, anzugreifen. Selbst der König blieb vom Fluch nicht unberührt (Fressschach). Der Magier hatte geschworen, jenes Königreich wieder aufblühen zu lassen, das sich am schnellsten und gründlichsten auflöste. Hoffentlich hält er seinen Schwur!
In der letzten Runde zeigte der Magier Schiri seine ganze Macht und verlangte, dass alle nach seiner Tröte spielten. Jedes Mal, wenn der Magier trötete, musste ein Zug ausgeführt werden. Wurde dies versäumt, durfte nicht mehr gezogen werden.
Am Ende bedankte sich der Magier bei allen und überreichte jedem Kämpfer und jeder Kämpferin einen Sack voller Köstlichkeiten und ein kleines Spiel. Auch die kleinen Zuschauer durften sich etwas vom Gabentisch nehmen. Nachdem alle Snacks und Krapfen verputzt waren, zogen sich die bunten Gäste in ihre Schlafgemächer zurück.
Die Mitglieder der Schachgemeinschaft Hall bedanken sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den lustigen und lauten Abend und freuen sich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Ein Video und viele Fotos sind auf unserer Facebook-Seite „Schachgemeinschaft Hall” zu sehen.
(Bericht und Fotos: Yvonne Gartner)

